Glossar

Was du wissen musst zu Kennzahlen im Finanzwesen

Im Glossar findest du eine schnelle und unkomplizierte Übersicht aller wichtigen Kennzahlen im Finanzwesen.

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Cash Conversion Cycle (CCC)

Kennzahl, die angibt, wie viele Tage Kapital insgesamt im operativen Geschäft gebunden ist, bevor es als Zahlungseingang wieder auf dem Konto ankommt. Fasst die drei Working-Capital-Kennzahlen DSO, DIO und DPO zu einem Wert zusammen und macht damit den gesamten Geldkreislauf sichtbar.Formel: DSO + DIO − DPO

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Days Inventory Outstanding (DIO)

Kennzahl, die angibt, wie viele Tage Ware im Durchschnitt im Lager liegt, bevor sie verkauft wird. Jeder Tag DIO bindet Kapital und verursacht Lagerkosten sowie das Risiko von Abschreibungen bei überalterten Beständen. Zentrale Steuerungsgröße insbesondere in Handel und Produktion.Formel: (Vorräte / Wareneinsatz) × 365

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Days Payable Outstanding (DPO)

Kennzahl, die angibt, wie viele Tage im Durchschnitt vergehen, bis Lieferanten- und Dienstleisterrechnungen bezahlt werden. Ein hoher Wert bedeutet, dass Lieferanten das eigene Geschäft zinslos vorfinanzieren – kann aber Skonto und Lieferantenbeziehungen belasten.Formel: (offene Lieferantenrechnungen / Wareneinsatz) × 365

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Days Sales Outstanding (DSO)

Kennzahl, die angibt, wie viele Tage im Durchschnitt zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang vergehen. Ein hoher Wert bindet Kapital, da Kunden faktisch zinslos finanziert werden. Wichtigste Hebel zur Senkung: schnellere Fakturierung, klare Zahlungsziele und ein konsequentes Mahnwesen.Formel: (offene Kundenrechnungen / Jahresumsatz) × 365

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EBITDA

Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization – Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von Finanzierungsstruktur, Steuersituation und Abschreibungen aus früheren Investitionen. In der klassischen BWA nicht als eigene Position ausgewiesen, sondern aus Betriebsergebnis und Abschreibungen zusammenzusetzen.

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Eigenkapitalquote

Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme in Prozent. Zeigt, welcher Teil des Unternehmens aus eigenen Mitteln finanziert ist, und gilt als zentrale Kennzahl für Solidität, Krisenresistenz und Bankenrating. Im deutschen Mittelstand liegt der Durchschnitt bei rund 30 %; Werte unter 10 % gelten als kritisch.Formel: (Eigenkapital / Bilanzsumme) × 100

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Leverage-Faktor (Verschuldungsfaktor)

Kennzahl, die die Nettoverschuldung ins Verhältnis zum EBITDA setzt. Sie beantwortet, wie viele Jahre operatives Ergebnis rechnerisch nötig wären, um die Schulden vollständig zu tilgen, und verbindet damit Bilanz (Schulden) und GuV (Ertrag). Bis etwa 2,5–3 gilt als solide, ab 4–5 wird der finanzielle Spielraum für die meisten Mittelständler eng.Formel: Nettoverschuldung / EBITDA

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Nettoverschuldung (Net Debt)

Saldo aus zinstragenden Finanzverbindlichkeiten (Darlehen, Kontokorrent, Leasing) abzüglich der liquiden Mittel (Kasse und Bank). Fasst in einer Zahl zusammen, wie hoch die tatsächliche Abhängigkeit vom Fremdkapital ist. Aussagekräftig wird sie erst im Verhältnis zum EBITDA (siehe Leverage-Faktor).Formel: zinstragende Finanzverbindlichkeiten − liquide Mittel

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Working Capital

Kapital, das im laufenden Geschäft gebunden ist: in unverkaufter Ware oder noch nicht abgerechneter Arbeit sowie in offenen Kundenforderungen, abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern. Wächst mit steigendem Umsatz mit und kann trotz Gewinnen zu Liquiditätsengpässen führen. Ein aktiv gesteuertes Working Capital ermöglicht es, Wachstum weitgehend aus eigener Kraft zu finanzieren.

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Zinsdeckungsgrad (Interest Coverage)

Kennzahl, die zeigt, wie oft der Zinsaufwand durch das operative Ergebnis gedeckt ist. Gibt Auskunft darüber, ob ein Unternehmen seine Zinslast dauerhaft aus dem laufenden Geschäft tragen kann. Werte um 1,5 oder darunter gelten als kritisch – besonders bei variabler Finanzierung oder anstehender Anschlussfinanzierung. Die Berechnung ist wahlweise auf EBIT- oder EBITDA-Basis möglich; wichtig ist eine konsistente Methodik.Formel: EBIT / Zinsaufwand

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